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Bluthochdruck Medikamente: Diese Blutdrucksenker gibt es

Es gibt viele unterschiedliche Blutdruckhochdruck Medikamente, die in die fünf Arzneimittelgruppen ACE-Hemmer, AT1-Rezeptor-Antagonisten, Betablocker, Kalzium-Antagonisten und Diuretika eingeteilt werden können.

Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Krankheit. Im deutschsprachigen Raum leidet jeder Vierte unter hohem Blutdruck. Als Gegenmittel werden vom Arzt oft Blutdruckmedikamente verschrieben. Oftmals ist die Ursache von Bluthochdruck ein ungesunder Lebensstil mit Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung oder zu viel Stress. In vielen Fällen kann der Blutdruck deshalb sogar durch Anpassungen im Lebensstil verbessert werden.

Tipp: Mit der Cora App können Sie Ihre Medikamenteneinnahme protokollieren und Ihren Blutdruck langfristig überwachen.

Medikamente gegen Bluthochdruck: Liste

Zur Behandlung von Bluthochdruck gibt viele verschiedene Medikamente, wobei die meisten in eine dieser fünf Arzneimittelgruppen eingeteilt werden können:

Welches Bluthochdruck Medikament gewählt wird ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig und wird am besten gemeinsam mit dem Arzt besprochen. Dennoch lohnt es, sich im Vorhinein zu informieren, wie die unterschiedlichen Medikamente auf den Körper wirken.

Bluthochdruck-Medikamente-1

ACE-Hemmer

ACE-Hemmer haben einen direkten Einfluss auf die blutdrucksteuernden Hormone im Körper. ACE, was kurz für Angiotensin Converting Enzym steht, ist das Enzym, das von den Hemmern blockiert wird. ACE ist für die Bildung von Angiotensin-II, das die Blutgefäße verengt, mitverantwortlich. Durch das Blockieren des Enzyms wird weniger Angiotensin-II produziert und damit die Gefäße erweitert und der Blutdruck gesenkt. Medikamente, die diesen Wirkstoff beinhalten, enden auf „-pril“ wie beispielsweise der Blutdrucksenker Ramipril.

Erfahre mehr über den ACE-Hemmer Ramipril.

Eine häufige Nebenwirkungen von ACE-Hemmern ist trockener Reizhusten. Es kann aber auch zu gestörtem Geschmacksempfinden, Hautausschlägen oder Schleimhaut-Schwellungen kommen. Für schwangere Frauen gilt: Finger weg von ACE-Hemmern, da sie schädigend für das Ungeborene sein können.

AT1-Rezeptor-Antagonisten

AT1-Rezeptor-Antagonisten wirken ähnlich wie ACE-Hemmer. Sie wirken zwar auf das gleiche Hormonsystem, aber anstatt die Bildung von Angiotensin-II zu verringern, blockieren sie die Rezeptoren des Hormons und heben so die blutdruckerhöhende Wirkung des Hormons Angiotensin auf. Bluthochdruck Medikamente, die nach diesem Prinzip funktionieren, haben die Endung „-sartan“ wie zum Beispiel Candesartan oder Telmisartan.

Im Gegensatz zu ACE-Hemmern, ist trockener Reizhusten eine eher seltene Nebenwirkung. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwinden sind jedoch Nebenwirkungen, die häufig auftreten.

Betablocker

Betablocker sorgen dafür, dass gewisse Rezeptoren von Adrenalin und Noradrenalin gehemmt werden. Adrenalin und Noradrenalin sind Botenstoffe, die vor allem in Stresssituationen ausgeschüttet werden. Diese Botenstoffe binden Beta1-Rezeptoren an die Niere, was wiederum die Ausschüttung von Renin verursacht. Und das Enzym Renin ist indirekt für die Bildung von Angiotensin-II zuständig. Durch das Blockieren der Rezeptoren für Adrenalin und Noradrenalin, bewirken Betablocker eine Senkung des Blutdrucks.

Des Weiteren sorgen Betablocker für die Blockierung der Beta1-Rezeptoren am Herzen, über die es aufgrund von Adrenalin und Noradrenalin zu einer höheren Schlagkraft des Herzens kommt und dadurch eine größere Menge Blut vom Herzen in das System gepumpt wird. Betablocker wirken daher entschleunigend auf das Herz und tragen so zur Blutdrucksenkung bei. Bluthochdruck Medikamente, die Betablocker enthalten, sind mit der Endung „-lol“ gekennzeichnet. Beispiele dafür sind Bisoprolol oder Metoprolol.

Erfahre mehr über den Betablocker Bisoprolol.

Als Nebenwirkung von Betablockern kann eine Verengung der unteren Atemwege auftreten, was zur Kurzatmigkeit führt. Daher ist Menschen, die unter Asthma leiden, von Betablockern abzuraten.

Kalzium-Antagonisten

Kalzium-Antagonisten sorgen für die Hemmung von Kalziumkanälen in der Gefäßmuskulatur, wodurch sich weniger Kalzium in den Muskelzellen ansammelt. Durch die geringere Menge an Kalzium in den Muskelzellen, kommt es wiederum zu einer geringeren Kontraktion der Muskelzellen und aufgrund dessen zu einer Erweiterung der Gefäße, was zu einer Senkung des Blutdrucks führt. Bluthochdruck Medikamente, die auf diese Weise wirken, enden mit „-dipin“.

Als Nebenwirkungen von Kalzium-Antagonisten können Hautausschläge, Gesichtsrötungen, Herzklopfen, Schwellungen an Knöcheln oder ein Spannungsgefühl an den Unterschenkeln auftreten.

Diuretika

Die Blutdrucksenker Diuretika wirken entwässernd, da sie die Ausscheidung von Wasser in den Nieren begünstigen. Gegen Bluthochdruck kommt es oft zur Anwendung von Thiazid-Diuretika, die indirekt dafür sorgen, dass mehr Salz und Wasser abgesondert wird. Die Entwässerung führt zu einer Verringerung des Blutvolumens und damit auch zu einer Senkung des Blutdrucks. Außerdem, werden durch Thiazid-Diuretika Kalium-Kanäle in den Gefäßmuskelzellen geöffnet. Dadurch können sich diese weniger zusammenziehen und der Blutdruck wird so gesenkt. Hydrochlorothiazid ist ein Beispiel für einen Wirkstoff der Diuretika-Gruppe.

Hydrochlorothiazid, auch unter dem Kürzel HCT bekannt, wird darüber hinaus manchmal mit anderen Blutdrucksenkern kombiniert, beispielsweise mit dem ACE-Hemmer Lisinopril, dem AT1-Rezeptor-Antagonisten Telmisartan oder dem Betablocker Metoprolol.

Nebenwirkungen von Diuretika sind in den ersten Tagen der Einnahme vor allem ein erhöhter Harndrang und eine größere Menge Urin. Da zu Beginn der Therapie aber meist mit einer geringen Menge gestartet wird, fallen diese Nebenwirkungen nicht so stark aus. Weitere Nebeneffekte können Trockenheit im Mund, Muskelschwäche oder Verwirrtheit sein.

Bluthochdruck Medikamente: Nebenwirkungen

Wie schon oben erwähnt, haben Bluthochdruck Medikamente auch Nebenwirkungen. Selbst wenn Medikamente nur für einen bestimmten Teil des Körpers vorgesehen sind, so können sie nicht so gezielt wirken, sondern beeinflussen den ganzen Körper. Das betrifft auch Bluthochdruck Medikamente. Sie führen zwar zur Senkung des Blutdrucks, haben jedoch auch Einfluss auf andere Körperfunktionen. Das kann vor allem langfristig zu unterschiedlichen Problemen führen, deren Zusammenhänge oft nicht so leicht erkennbar sind. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt die möglichen Nebenwirkungen und Langzeitfolgen einer Medikamenteneinnahme ab.

Bluthochdruck ohne Medikamente senken

Wenn der Blutdruck nur leicht erhöht ist, kann er oft ohne Bluthochdruck Medikamente, aber durch einen gesünderen Lebensstil gesenkt werden. Ein gesunder Lebensstil beinhaltet mehr Bewegung, gesunde Ernährung und weniger Stress. Um das zu erreichen fehlt es aber oft an Motivation. Die Blutdruck-App Cora hilft ein gesünderes Leben zu führen und so den Blutdruck zu senken. Mit Erinnerungen und einer Auswahl an wissenschaftlich nachgewiesenen Methoden kann dem Bluthochdruck so den Kampf angesagt werden.

Tipp: Mit der Cora App können Sie Ihre Medikamenteneinnahme protokollieren und Ihren Blutdruck langfristig überwachen.

Senken Sie Ihren Blutdruck indem Sie diese blutdrucksenkenden Lebensmittel in Ihren Speiseplan aufnehmen und erfahren Sie mehr über die Wirkung von Kaffee auf den Blutdruck und wieviel Alkohol bei Bluthochdruck erlaubt ist.