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Blutdruckmessgeräte Test: Die 9 besten Blutdruckmesser 2018

Vor dem Kauf eines Blutdruckmessgerätes lohnt es sich, sich gut zu informieren und Kosten und Nutzen abzuwägen. In unserem Blutdruckmessgeräte Test 2018 haben wir neun Blutdruckmesser auf den Prüfstand gestellt. Finden Sie heraus, welches Gerät am besten abgeschnitten hat!

Warum man seinen Blutdruck kennen sollte

Bluthochdruck ist eines der meist verbreitetsten Leiden. Allein in Europa ist jeder vierte Erwachsene von hohem Blutdruck betroffen. Bluthochdruck ist eine gefährliche Erkrankung und ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen. Daher sollten Betroffene regelmäßig ihren Blutdruck messen und dokumentieren.

Blutdruckmessgeräte

Das Blutdruckmessgerät misst den arteriellen Druck des Blutes. Die gemessenen Werte werden in der Einheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben. Sie zeigen den oberen (systolischen) und unteren (diastolischen) Druck an, wobei die optimalen Blutdruckwerte bei 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch liegen.

Generell unterscheidet man anhand der Anwendung zwischen zwei verschiedenen Arten von Blutdruckmessgeräten: Oberarmmessgeräte und Handgelenkmesser.

Handgelenkblutdruckmessgerät

Der Vorteil von Handgelenkblutdruckmessgeräten ist, dass sie sehr kompakt und einfach zu bedienen sind. Was aber unbedingt beachtet werden muss, ist die Position des Gerätes während der Messung. Das Blutdruckmessgerät muss nämlich auf Herzhöhe gehalten werden. Der Nachteil dieser Geräte ist ihre verhältnismäßig ungenaue Messung im Vergleich zu Oberarmblutdruckmessgeräten.

Oberarmblutdruckmessgerät

Der Oberarmmesser verfügt über eine Manschette, die über einen Schlauch mit dem Anzeigegerät verbunden ist. Bei der Oberarmmessung wird die Manschette automatisch auf Herzhöhe angebracht, was die Handhabung gegenüber dem Handgelenkblutdruckmessgerät erleichtert und genauere Messergebnisse liefert.

Blutdruckmessgeräte Test 2018

Wir haben die neun Blutdruckmessgeräte einem eingehenden Test unterzogen. Nach Analyse der Kriterien Preis, Messgenauigkeit und Funktionen ist Omron M700 Intelli IT unser Favorit. Dahinter Beurer BM 58 und auf Platz Drei Nokia BPM+.

Blutdruckmessgeraete-Test

Hier ein Überblick über die unterschiedlichen Messgeräte:

Platz Produkt Art Preis Funktionsumfang Preis-Leistung Zum Kauf
1 Omron M700 Intelli IT Oberarm 75 € ★★★★★ ★★★★ Kaufen
2 Beurer BM 58 Oberarm 45 € ★★★★ ★★★★ Kaufen
3 Nokia BPM+ Oberarm 130 € ★★★★★ ★★★ Kaufen
4 Beurer BM 85 Oberarm 85 € ★★★★ ★★★ Kaufen
5 Omron RS3 Handgelenk 30 € ★★★ ★★★★ Kaufen
6 Sanitas SBM 22 Oberarm 20 € ★★ ★★★★ Kaufen
7 Medisana BU 510 Oberarm 20 € ★★ ★★★★ Kaufen
8 iHealth FEEL BP5 Oberarm 75 € ★★★ Kaufen
9 Boso Medistar+ Handgelenk 25 € ★★ ★★ Kaufen

1. Omron M700 Intelli IT

Omron-M700-Intelli-IT

Das Omron M700 Intelli IT ist der Nachfolger des beliebten Omron M500 Messgeräts. In unserem Blutdruckmessgeräte Test überzeugte der Blutdruckmesser uns besonders mit dessen breiten Funktionsumfang, der Bluetooth-Übertragung von Blutdruckmessungen ans Smartphone und den genauen Messergebnissen.
Unser einziger Kritikpunkt ist die Omron Connect App, die zuweilen etwas schwierig zu bedienen ist. Auch kann es in Einzelfällen zu Bluetooth Verbindungsproblemen kommen. Nutzer von Cora können diese Restriktion aber weitgehend umgehen indem sie die Omron Connect App nur zum Export der Daten in Apple Health nutzen.

Mit dem Omron M700 Intelli IT ist Datenimport zu Cora möglich.

Vorteile:

  • Gütesiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • Hohe Messgenauigkeit (±3 mmHg)
  • WHO-Einstufung, Arryhthmieerkennung & Mittelwertanzeige
  • Bluetooth-Übertragung und Apple Health Schnittstelle

Nachteile:

  • App hat Verbesserungspotentiale

Preis: ca. 75 €

2. Beurer BM 58

Beurer-BM-58

Den zweiten Platz in unserem Blutdruckmessgeräte Test belegt das Beurer BM 58. Gegenüber seinem “großen Bruder” welcher auf Rang 4 in unserem Test landet bietet das Gerät ein besseres Preis-Leistungsverhältnis.
Zudem überzeugt das Messgerät durch eine zuverlässige Messgenauigkeit, einem guten Funktionsumfang sowie einer USB-Schnittstelle zur Übertragung der Werte auf Computer und Smartphones.
Patienten mit einem breiten Oberarm sollten allerdings von einem Kauf dieses Geräts absehen, da die Manschette recht eng gehalten ist.

Das Breuer BM 58 ist mit Cora kompatibel.

Vorteile:

  • Gütesiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • WHO-Einstufung, Arryhthmieerkennung & Mittelwertanzeige
  • USB-Übertragung und Apple Health Schnittstelle
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Nachteile:

  • Keine Bluetooth-Übertragung
  • Manschette zu eng bei breiten Oberarmen

Preis: ca. 45 €

3. Nokia BPM+

nokia-bpm

Nokia ist ein Newcomer unter den Herstellern medizinischer Geräte. Nichtsdestotrotz gelingt dem Nokia BPM+ Messgerät, das in weiten Teilen auf dem Withings Blood Pressure Monitor basiert, ein gelungener Auftritt. Überzeugt haben uns die Messgenauigkeit (bei korrekter Nutzung) sowie ein tolles und schlankes Design, das man auch tagsüber in der Aktentasche verstauen kann.
Die Nokia App ist ebenso gut gestaltet, allerdings weist diese auch gelegentlich Bluetooth-Verbindungsprobleme auf.

Mit dem Nokia BPM+ ist Datenimport zu Cora möglich.

Vorteile:

  • Hohe Messgenauigkeit (±3 mmHg)
  • Portabel und einfach zu benutzen
  • Farbliche Einstufung der Messwerte
  • Bluetooth-Übertragung und Apple Health Schnittstelle

Nachteile:

  • Messfehler bei Falschbedienung möglich
  • App hat Verbesserungspotential
  • Hoher Preis

Preis: ca. 130 €

4. Beurer BM 85

Beurer-BM-85

Das Beurer BM 85 überzeugt in unserem Blutdruckmessgeräte Test durch einen umfassenden Funktionsumfang. Zu den Verbesserungen im Vergleich zum “kleinen Bruder” BM 58 gehören ein Ruheindikator und die Bluetooth-Übertragung von Messwerten. Im Gegensatz zum BM 58 hat der BM 85 ebenso eine größere Manschette, was jedoch bei Patienten mit kleinem Oberarmumfang zu Messfehlern führen kann.
Ob die Verbesserungen des Beurer BM 85 letztlich den hohen Aufpreis (der BM 85 kostet fast doppelt so viel wie das BM 58) rechtfertigen, ist fraglich.

Das Breuer BM 85 unterstützt Datenimport zu Cora.

Vorteile:

  • Gütesiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • WHO-Einstufung, Arrhythmieerkennung, Ruheindikator & Mittelwertanzeige
  • USB- und Bluetooth-Übertragung sowie Apple Health Schnittstelle

Nachteile:

  • Geringe Akkulaufzeit
  • Messfehler bei kleinem Armumfang möglich
  • Hoher Preis

Preis: ca. 85 €

5. Omron RS3

omron-rs3

Das Omron RS3 ist das erste Handgelenkmessgerät in diesem Blutdruckmessgeräte Test. Positiv zu beurteilen ist der günstige Preis des Geräts. Außerdem ist dieses Blutdruckmessgerät recht portabel und verfügt über viele Grundfunktionen vergleichbarer Messgeräte (wie zum Beispiel das Sanitas SBM 22).
Das Omron RS3 ist eines der wenigen Handgelenkblutdruckmessgeräte mit Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga und erkennt Anwendungsfehler beim Anlegen der Manschette. Leider verfügt es jedoch über keinerlei Schnittstellen zur Datenübertragung.

Vorteile:

  • Preiswert
  • Gütesiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • Zertifizierte Messgenauigkeit (±5 mmHg)
  • WHO-Einordnung, Arrhythmieerkennung
  • Sanfte Messungen ohne unangenehmes Druckgefühl
  • Manschettensitzkontrolle

Nachteile:

  • Keine USB- oder Bluetooth Schnittstelle
  • Unterarm-Messgeräte sind generell ungenauer als Oberarmmessgeräte

Preis: ca. 30 €

6. Sanitas SBM 22

Sanitas-SBM-22

Für nur 20 € bekommt man beim Sanitas SBM 22 alle grundlegenden Funktionen moderner Blutdruckmessgeräte wie WHO-Einstufung, Arrhythmieerkennung oder Mittelwertanzeige. Zudem erkennt das Gerät ob die Manschette richtig angebracht ist.
Es fehlen allerdings jegliche Funktionen zur Datenübertragung auf Computer oder Smartphones sowie andere technische Spielereien. Nichtsdestotrotz, handelt es sich beim Sanitas SBM 22 um ein solides Gerät das eine sehr gute Preis-Leistung aufzeigt.

Vorteile:

  • Sehr günstig
  • Nachfolgemodell eines Messgeräts mit Gütesiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • WHO-Einstufung, Arrhythmieerkennung & Mittelwertanzeige
  • Manschettensitzkontrolle

Nachteile:

  • Keine USB- oder Bluetooth Schnittstelle
  • Manschette nicht für breite Oberarme geeignet

Preis: ca. 20 €

7. Medisana BU 510

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Ebenso verfügt das Oberarmmessgerät Mediasana BU 510 über ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungsverhältnis. Im Funktionsumfang des rund 20 € teuren Blutdruckmessers sind nahezu alle Funktionen wie beim Sanitas SBM 22 enthalten, mit Ausnahme der Erkennung von Bedienungsfehlern. Zudem ist die Genauigkeit des Messgeräts zertifiziert.
Neben fehlenden Schnittstellen für Computer und Smartphones ist die geringe Haltbarkeit des Geräts unser größter Kritikpunkt. Erfahrungsberichten zufolge ist es gelegentlich der Fall, dass das Medisana BU 510 bereits nach einigen Monaten Nutzung defekt ist.

Vorteile:

  • Sehr günstig
  • Zertifizierte Messgenauigkeit (±5 mmHg)
  • WHO-Einstufung, Arrhythmieerkennung & Mittelwertanzeige

Nachteile:

  • Keine USB- oder Bluetooth Schnittstelle
  • Geringe Haltbarkeit

Preis: ca. 20 €

8. iHealth FEEL BP5

iHealth-FEEL-BP5

Der iHealth FEEL BP5 ist eines der beliebtesten Blutdruckmessgeräte in den USA und besticht durch ein prämiertes Design. Außerdem verfügt es über zahlreiche smarte Funktionen die denen des Omron M7 Intelli IT oder des Nokia BPM+ ähneln, wie beispielsweise eine Bluetooth-Schnittstelle.
Wir würden dieses Gerät jedoch nicht empfehlen. Das Gerät wirkt überfrachtet mit Funktionen, worunter bei der Entwicklung wohl auch die Messgenauigkeit gelitten hat. Zudem ist es in der Anschaffung nicht günstig.

Mit dem iHealth FEEL BP5 können Ihre Blutdruckwerte in Cora importiert werden.

Vorteile:

  • Prämiertes Design
  • WHO-Einstufung, Arrhythmieerkennung & Mittelwertanzeige
  • Bluetooth-Übertragung und Apple Health Schnittstelle

Nachteile:

  • Etwas teuer
  • Häufige Messungenauigkeiten
  • Komplizierte Bedienung durch zu hohen Funktionsumfang

Preis: ca. 75 €

9. Boso Medistar+

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Auf dem letzten Platz unseres Blutdruckmessgeräte Tests landet das Handgelenkblutdruckmessgerät Boso Medistar+. Bei einem Kostenpunkt von rund 25 Euro verfügt er zwar über ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, weist aber zugleich nur den Standard-Funktionsumfang auf.
Wie viele Unterarmmessgeräte zeigt es auch einige Schwächen bei der Messgenauigkeit auf. Zudem existieren keinerlei Schnittstellen für USB- oder Bluetooth Übertragung der Daten.

Vorteile:

  • Günstig
  • Portabel
  • WHO-Einstufung, Arrhythmieerkennung & Mittelwertanzeige

Nachteile:

  • Keine USB- oder Bluetooth Schnittstelle
  • Unterarmmessgeräte sind generell ungenauer als Oberarmmessgeräte

Preis: ca. 25 €

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Testkriterien

Wir haben die Blutdruckmessgeräte anhand folgender Kriterien eingestuft: Preis, Genauigkeit der Messung sowie Funktionen.

Preis

Der Preis der getesteten Messgeräte spielte eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Rangfolge unserer Testgeräte. Daher befinden sich auch Messgeräte mit etwas geringerem Funktionsumfang in oberen Rängen, da diese eine sehr gute Preis-Leistung aufweisen.

Messgenauigkeit

Zur Beurteilung der Messgenauigkeit wurden Empfehlungen der Deutschen Hochdruckliga, erhaltene Zertifizierungen und Erfahrungsberichte miteinbezogen.

Funktionen

Die getesteten Blutdruckmessgeräte verfügen über eine stark unterschiedliche Anzahl an Funktionen. Mehr ist aber nicht immer besser.

Unter den Testkriterien befinden sich:

  • WHO-Einstufung: Optische Einstufung der Messergebnisse in Hypertonie Grade gemäß WHO
  • Arrhythmieerkennung: Erkennung von Ungleichmäßigkeiten in der Herzfrequenz; Eine Arrhythmie kann neben Herzerkrankungen durch Stress, Schlafmangel und anderen Faktoren ausgelöst werden.
  • Ruheindikator: Erhöhte Messgenauigkeit durch Erkennung von körperlicher und mentaler Ruhe
  • Mittelwertanzeige: Anzeige des Mittelwerts vergangener Messungen
  • Bluetooth- und USB-Übertragung: Möglichkeit zur Übertragung der Messwerte an Computer und Smartphones via Bluetooth und USB
  • Apple Health Unterstützung: Unterstützung der Apple Health Schnittstelle zum Datenaustausch mit Drittanbieter Apps wie Cora

Außerdem wurden Alleinstellungsmerkmale einzelner Messgeräte, wie beispielsweise die Portabilität des Nokia BPM+, im Test besonders hervorgehoben.

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