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Ramipril: Dosierung, Wirkung, Nebenwirkungen und Alternativen

Ramipril ist ein Medikament in der Wirkstoffgruppe der ACE-Hemmer, das zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt wird. Ramipril wirkt auf blutdrucksteigernde Stoffe im Körper und erweitert und entspannt die Blutgefäße. Wie bei jedem Medikament kann es jedoch auch zu Nebenwirkungen kommen.

Inhalt:

Eckdaten

Ramipril gehört zur Arzneimittelgruppe der ACE-Hemmer und wird zur Behandlung von arterieller Hypertonie eingesetzt. Neben der Anwendung gegen Bluthochdruck wird Ramipril auch verwendet, um Herzinfarkte und andere Herzerkrankungen, wie Herzinsuffizienz, vorzubeugen. Schon mehrere klinische Studien konnten eine vorbeugende Wirkung von Ramipril gegen Herzinfarkt feststellen.

Ramipril wird oral eingenommen und kann sowohl einzeln, als Monotherapie, als auch zusammen mit anderen Blutdrucksenkern, als Kombinationstherapie, eingesetzt werden. In der Kombinationstherapie wird Ramipril vor allem mit Diuretika oder Calciumkanalblockern gekoppelt. Die optimale Dosierung wird hierbei vom behandelnden Arzt bestimmt. Der Wirkstoff senkt zwar nachweislich den Blutdruck, dennoch sollte beachtet werden, dass es zu Nebenwirkungen kommen kann und Ramipril daher nicht für alle Blutdruckpatienten geeignet ist.

Präparat Ramipril
Packungsgröße 20 oder 50 Stück
Abgabeform Rezeptpflichtig
Form Halbierbare Tabletten

Ramipril Dosierung

Der Arzt bestimmt die auf Sie abgestimmte Dosierung des Medikaments. Besonders zu beachten ist hierbei die eventuelle Einnahme anderer Medikamente, über die Sie Ihren Arzt auf jeden Fall aufklären sollten. Wird Ramipril gemeinsam mit anderen Arzneimitteln eingenommen, kann es zu Wechsel- oder Nebenwirkungen kommen. Darunter fallen bestimmte Medikamente, die im Rahmen der Therapie von Diabetes, Rheuma, Herzrhythmusstörungen, Zellwachstumsstörungen oder Gicht Anwendung finden.
Bei der Dosierung ist ebenso zu beachten, dass die Wirkung bei älteren Patienten stärker ist und auch die Wirkung von Alkohol erhöht ist. Daher sollten Sie in der Zeit, in der Sie Ramipril einnehmen, auf Alkohol verzichten.
Bitte beachten Sie auch, dass Sie Ramipril keinesfalls während einer Schwangerschaft einnehmen sollten. Durch die Einnahme von Ramipril kann das Wachstum und die Knochenbildung des Ungeborenen gestört werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Tipp: Protokollieren Sie Ihre Medikamenteneinnahme und verbessern Sie Ihre Herzgesundheit durch einen gesunden Lebensstil mit der Blutdruck-App Cora.

Ramipril Wirkung

Ramipril ist ein blutdrucksenkendes Medikament in der Arzneimittelgruppe der ACE-Hemmer. Es wird zur Therapie von Bluthochdruck (Hypertonie), bei der Verstopfung von Blutgefäßen und Nierenerkrankungen eingesetzt. Zusätzlich wird es von Patienten mit Verdacht auf Herzmuskelschwäche oft nach einem Herzinfarkt eingenommen, um einen weiteren Infarkt zu verhindern.

Ramipril reduziert die körpereigene Produktion von Stoffen, die den Blutdruck erhöhen. Ramipril erweitert und entspannt die Blutgefäße und macht es für das Herz leichter, Blut durch den Körper zu pumpen.
Etwas genauer gesagt, senkt Ramipril die Substanz die körpereigene Produktion von Angiotesion, eines blutdrucksteigernden Hormons nachdem der Wirkstoff im Körper zu Ramiprilat umgewandelt wurde. Des Weiteren hemmt der Ramipril Wirkstoff den Abbau von Bradikinin, wodurch sich Blutgefäße entspannen. Durch die geförderte Ausscheidung von Dalzen und Wasser aus dem Körper, sinkt das Blutvolumen im Körper und der Druck in den Gefäßen sinkt. Die Kombination dieser Wirkungsweisen führen dann zu einer Verminderung des Blutdrucks.

Das Ramiprilat wird später hauptsächlich über die Niere ausgeschieden. Zu beachten ist hierbei, dass bei Patienten, die unter einer starken Störung der Nierenfunktion sowie einer zu geringen Urinausscheidung leiden, die Dosis vom behandelnden Arzt den Umständen entsprechend angepasst wird.

Ramipril Nebenwirkungen

Jeder Organismus zeigt unterschiedliche Reaktionen auf Medikamente, daher kann es auch im Zuge der Einnahme von Ramipril zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen. Diese werden zusätzlich von Dosierung, Häufigkeit und Dauer der Einnahme sowie Arzneiform des Wirkstoffs beeinflusst. Es muss aber nicht zwangsläufig sein, dass Nebenwirkungen auftreten. Bitte beachten Sie in jeden Fall den Beipackzettel und sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, um mögliche Risikofaktoren ausschließen zu können.

Generell, werden die möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen in die Kategorien häufige, gelegentliche, seltene und sehr seltene Nebenwirkungen und Einzelfälle eingeteilt. Bitte beachten Sie aber, dass es sich hierbei nicht um eine vollständige Liste aller möglichen Nebenwirkungen von Ramipril handelt. Genaueren Aufschluss kann Ihnen der Beipackzettel (hier zum Beispiel der Beipackzettel für Ramipril 1A Pharma 5 mg Tabletten) liefern.

Häufige Nebenwirkungen

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Schläfrigkeit
  • Schwindel, Schwächegefühl und Sehstörungen
  • Störungen der Nierenfunktion
  • Übelkeit, Verdauungsstörungen und Beschwerden im Oberbauch
  • Trockener Reizhusten
  • Geringere Konzentration des roten Blutfarbstoffs

Gelegentliche Nebenwirkungen

  • Überhöhte Blutdrucksenkung
  • Geringere Zahl weißer Blutkörperchen
  • Gesenkte Anzahl aller Blutzellen
  • Verminderung der Blutplättchen
  • Ausscheidung von Eiweiß im Urin
  • Atemnot
  • Erhöhte Überleitungszeit und Überleitungsausfälle von Vorhof und Herzkammer im EKG
  • Schnupfen und Entzündung der Nasennebenhöhlen
  • Durchfall und Erbrechen
  • Verstopfung
  • Appetitlosigkeit
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Juckreiz und allergische Hautreaktionen und Hautrötung

Seltene Nebenwirkungen

  • Bewusstseinsverlust oder Ohnmacht
  • Entzündung der Nasenschleimhaut
  • Ohrensausen und Sehstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Verwirrtheit und Benommenheit
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Impotenz
  • Gefäßschwellungen
  • Nesselsucht und Hautausschlag

Sehr seltene Nebenwirkungen und Einzelfälle

  • Herzrasen und Herzstolpern
  • Brustschmerzen und Brustenge
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzinfarkt und Schlaganfall
  • akutes Nierenversagen
  • Lungenentzündung
  • Leberentzündung und Leberfunktionsstörungen
  • Gelenkschmerzen und Gelenkentzündung

Die meisten Nebenwirkungen von Ramipril haben damit zu tun, dass ACE-Hemmer Abbau und Kumulation des Stoffes Bradykinin verlangsamen. Dadurch können Hautausschläge und andere Hautreaktionen, wie zum Beispiel Nesselsucht, auftreten. Weitere Nebenwirkungen betreffen die Atemwege. Es kann zu trockenem Reizhusten, Heiserkeit oder Halsschmerzen kommen. Dadurch, dass Ramipril ein Blutdrucksenker ist, kann ebenso eine erhöhte Blutdrucksenkung auftreten. Dies kann Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben und zu Schwindel, Ohnmacht oder Schwächegefühl bis hin zu Herzinfarkt und Brustenge führen.

Ramipril Alternative

Als Alternative für Ramipril, das zu den ACE-Hemmern zählt, sind Medikamente der Arzneimittelguppe AT1-Antagonisten. Dieser Wirkstoff blockiert den Rezeptor von Angiotensin-II. So wird sichergestellt, dass Angiotensin-II weiterhin produziert wird, dessen blutdruckerhöhende Wirkung aber wegfällt. Der Vorteil von AT1-Antagonisten ist, dass es weniger oft zu Nebenwirkungen wie trockenem Reizhusten oder Atemnot kommt, die bei ACE-Hemmern häufiger auftreten können. Medikamente, die durch das Blockieren von AT1-Rezeptoren wirken, sind durch die Endung „-sartan“ zu erkennen.
Andere Alternativen für Ramipril sind neben AT1-Antagonisten Beta-Blocker. Aber auch diese Medikamente weißen Nebenwirkungen auf. Sie sollten sich daher mit dem behandelnden Arzt besprechen, welche Wirkstoffgruppe und welches Medikament am besten für sie geeignet ist.

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Bitte beachten Sie, dass Ramipril für Kinder, Jugendliche und Menschen mit verengten Nierenarterien, verengter Herzklappe sowie für Menschen, die unter Nieren- und Leberfunktionsstörungen leiden, nicht geeignet ist.

Ramipril absetzen

Sie sollten Ramipril keinesfalls einfach absetzen. Nach dem Absetzen kann es zu einem plötzlichen Ansteigen des Blutdrucks kommen und beispielsweise einen Schlaganfall zur Folge haben. Auch wenn der Blutdruck während der Einnahme der Medikamente wieder Normalwerte anzeigt, so ist das auf die blutdrucksenkenden Medikamente zurückzuführen. Nehmen Sie dem Körper diese Mittel weg, kann der Körper diese Blutdruckwerte nicht halten und der Blutdruck steigt wieder.
Um den Blutdruck nachhaltig zu verbessern, sollten Sie gesund leben. Dazu zählen ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung und das Vermeiden von Stress.

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Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Sie die Dosis Ihrer Medikamente niemals ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt verändern sollten. Ebensowenig sollten Sie Medikamente selbstständig an- oder absetzen. Bitte beachten Sie, dass wir in unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben können. Informationen können sich aufgrund neuer Entwicklungen ständig ändern.

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