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Pulsdruck

Der Pulsdruck, auch unter den Begriffen Blutdruckamplitude oder Pulsamplitude bekannt, ist ein Anzeichen für die Elastizität der Blutgefäße und kann mit Hilfe der Werte des systolischen und diastolischen Blutdrucks berechnet werden.

Inhalt:

Was ist der Pulsdruck?

Der Pulsdruck bezeichnet die Differenz zwischen dem systolischen und diastolischen Blutdruck. Beispielsweise beträgt die Blutdruckamplitude bei einem Blutdruck von 120 mmHg systolisch zu 80 mmHg diastolisch 40 mmHg.

So wird der Pulsdruck berechnet:

Systolisch Diastolisch = Pulsdruck
120 mmHg 80 mmHg = 40 mmHg

Üblicherweise wird der Blutdruck in der Maßeinheit Millimeter-Quecksilbersäule, kurz mmHg, angegeben. Hg stellt dabei die chemische Abkürzung für Quecksilber dar.

Was beeinflusst den Pulsdruck?

Die Blutdruckamplitude wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Vornehmlich ist sie ein Anzeichen für die Dehnbarkeit der Blutgefäße, welche im Alter oft abnimmt. Allerdings ist die Pulsamplitude auch vom ausgeworfenen Blutvolumen und der Dauer der Ruhephase zwischen zwei Herzschlägen, der so genannten Diastole, abhängig.

Pulsdruck messen und analysieren

Der Pulsdruck lässt sich wie oben bereits angedeutet durch Messung des Blutdrucks berechnen. Die Blutdruck-App Cora eignet sich optimal zur Analyse Ihrer Blutdruckamplitude. Nach der Blutdruckmessung können Patienten dort Ihre Werte entweder automatisch oder von Ihnen manuell in die App übertragen und erhalten unverzüglich eine graphische Auswertung ihres Pulsdrucks im Dashboard.

Tipp: Mit der Cora App können Sie Ihren Blutdruck und Puls langfristig überwachen und durch einen gesunden Lebensstil verbessern.

Pulsdruck Tabelle

Für die Blutdruckamplitude gibt es, anders als für den Blutdruck, keine eine offizielle Pulsdruck Tabelle. Vor allem für eine niedrige Pulsamplitude kann man keine genauen Grenzwerte festlegen. Normal gilt die Blutdruckamplitude, wenn sie unter 50 mmHg beträgt. Werte über 50 mmHg gelten als erhöht.

Pulsdruck mmHg
Normal unter 50
Erhöht 50-65
Hoch über 65

Pulsdruck Normwerte

Anders als bei Blutdruck Normalwerten, existieren bei der Pulsamplitude keine allgemein anerkannten Richtwerte. Generell gelten jedoch Werte zwischen 25 mmHg und 50 mmHg als normal.

Hoher Pulsdruck

Bei einer zu hohen Pulsamplitude, welche laut Hochdruckliga bei Werten über 50 mmHg beginnt, verringert sich die Durchblutung der Herzkranzgefäße wodurch der Herzmuskel schlechter mit Sauerstoff versorgt wird.

Als Folge kann eine hohe Blutdruckamplitude kardiovaskuläre Erkrankungen auslösen. So hat eine Studie gezeigt, dass eine Pulsdruck-Steigerung um 10 mmHg das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt um etwa 20 Prozent erhöht. Des Weiteren erlaubt die Blutdruckamplitude der Studie zufolge eine bessere Abschätzung des kardiovaskulären Risikos als die alleinige Betrachtung von systolischem und diastolischem Blutdruckwerten.

Ein erhöhter Pulsdruck kann von einer Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden. Die häufigsten Ursachen sind jedoch einerseits eine Funktionsstörung der Aortenklappe, die Herz und Hauptschlagader trennt und andererseits die Verkalkung der Blutgefäße.

Erkrankungen, die Einfluss auf die Blutdruckamplitude ausüben können, sind unter Anderem Aorteninsuffizienz (Herzklappenfehler) und Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse).

Ein weiterer Faktor kann die Erkrankung an Arteriosklerose (Arterienverkalkung), einer krankhaften Einlagerung von Cholesterin in die Wandschicht der Arterien, welche die Elastizität der Blutgefäße reduziert, sein. Arteriosklerose tritt besonders häufig bei Menschen über 60 Jahren auf und sollte daher gerade von älteren Menschen beobachtet werden. Außerdem kann Arteriosklerose zu einer isolierten systolischen Hypertonie (Bluthochdruck) führen. Zu hoher Pulsdruck sowie isolierte systolische Hypertonie müssen behandelt werden. Beobachten Sie daher bei jeder Blutdruckmessung auch die Blutdruckamplitude und fragen Sie Ihren Arzt oder Kardiologen um Rat.

Niedriger Pulsdruck

Eine anerkannte untere Einstufung für die Normalwerte der Pulsamplitude existiert nicht. Nichtsdestotrotz können besonders niedrige Werte, beispielsweise bei einem Blutdruck von 90 zu 70 mmHg, ein Zeichen für Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz (Herzschwäche) sein.

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